Hörgeräte schützen vor Demenz: Neue 2025-Infos im Ratgeber.

Hörgeräte schützen vor Demenz


Hörgeräte schützen vor Demenz

Hörverlust/Hörminderung betrifft in Deutschland ca. 15 Mio. Menschen, jedoch gehen nur wenige von Ihnen aktiv dagegen vor. Erfahren Sie hier mehr zu Anzeichen, Ursachen und Behandlungen.

Hörgeräte als Prävention vor Demenz

Hörgeräte schützen vor Demenz, denn sie können einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor Demenz leisten. Untersuchungen haben gezeigt, dass unbehandelter Hörverlust das Risiko für die Entwicklung von Demenz erhöhen kann. Die Studie wurde im Fachjournal „The Lancet Public Health“ (Hier geht es zur Studie) veröffentlicht. Die genauen Mechanismen, weshalb Hörgeräte vor Demenz schützen, sind noch nicht vollständig geklärt, aber es gibt mehrere plausible Erklärungen für die Zusammenhänge.

Eine Erklärung ist, dass das Gehirn durch die erhöhte Stimulation dazu angeregt wird, seine kognitiven Funktionen aufrechtzuerhalten. Ein weiterer möglicher Faktor ist, dass die Nutzung von Hörgeräten die körperliche Aktivität fördert. Menschen, die besser hören können, sind eher bereit, an körperlicher und geistiger Fitness teilzunehmen, wie z. B. Sport zu treiben oder Rätsel zu lösen. So oder so: Hörgeräte tragen im Vergleich zu einer unbehandelten Hörminderung zu einem aktiven Lebensstil bei, wodurch das Gehirn auf unterschiedliche Weise gefördert wird. Und das wiederum schützt vor Demenz bzw. verlangsamt den Prozess. Grob vereinfacht gesagt: Hörgeräte schützen vor Demenz.

Gutes Hören als Faktor für Lebensqualität

Hörgeräte ermöglichen es Menschen mit Hörverlust, wieder klarer und deutlicher zu hören, was dazu beiträgt, die Stimulation des Gehirns aufrechtzuerhalten. Darüber hinaus haben Studien gezeigt, dass Hörgeräte die soziale Interaktion und Teilhabe verbessern können, was ebenfalls einen positiven Einfluss auf die geistige Gesundheit hat.

Eine frühzeitige Versorgung mit Hörsystemen kann dazu beitragen, negative Auswirkungen auf die kognitive Funktion zu minimieren und ein aktives und erfülltes Leben zu ermöglichen.

Menschen mit Hörverlust verspüren oftmals Schwierigkeiten, Gesprächen zu folgen oder sich an sozialen Aktivitäten zu beteiligen. In der Folge neigen sie dazu, sich zurückziehen und zu isolieren. Es ist deshalb ratsam, bei ersten Anzeichen von Hörverlust einen Hörtest durchzuführen und mit einem Hörakustiker oder auch HNO-Arzt zu besprechen, ob Hörgeräte empfehlenswert sind.

Hörgeräte-Träger haben geringeres Demenz-Risiko

In der zuvor genannten Studie untersuchte ein Forscherteam eine Gruppe von 437.704 Menschen im Alter von 40 bis 69 Jahren über mehrere Jahre. Hierfür wurden Probanden gewählt, die zu Beginn der Studie keine Anzeichen von Demenz zeigten. Anschließend wurde in regelmäßigen Abständen gemessen, ob sich eine Demenz entwickelt oder nicht. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass Personen mit Schwerhörigkeit ein um 42 Prozent höheres Risiko hatten, an Demenz zu erkranken, im Vergleich zu Menschen ohne Hörbeeinträchtigung.

Zudem stellten die Forscher fest, dass Personen, die Hörgeräte trugen, ein ähnlich niedriges Risiko hatten wie Menschen ohne Hörprobleme. Insgesamt deutet dies signifikant darauf hin, dass ein unbehandelter Hörverlust ein allgemeiner Risikofaktor für kognitiven Verfall bzw. eben Demenz sein kann. Peter Berlit von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) erklärte, dass das Nachlassen der Sinnesorgane auch das Risiko für Demenz erhöht. Allerdings wird z. B. ein Sehverlust häufiger bemerkt und durch das Tragen einer Brille ausgeglichen. Im Gegensatz dazu gibt es in Deutschland immer noch eine große Anzahl an Menschen, die ihren Hörverlust nicht behandeln lassen.

Hörgeräte-Träger haben geringeres Demenz-Risiko

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